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Urologie des Kindes2019-02-09T16:01:37+00:00

Urologie des Kindes

Unter Enuresis versteht man das nächtliche Einnässen von Kindern. In vielen Fällen liegt eine harmlose Reifungsstörung vor. Es sollte aber eine urologische Basisdiagnostik mit Urindiagnostik und Ultraschall erfolgen. Die Therapie erfolgt nach individueller Beratungen.

Die häufigsten urologischen Erkrankungen des Kindes sind unspezifische Entzündungen wie Blasenentzündung und Nierenbeckenentzündung. Die Besonderheit der kindlichen Harnwegsinfekte gegenüber der beim Erwachsenen sind meist die uncharakteristischen Beschwerden, die oft gar nicht an diese Diagnose denken lassen. Häufig machen erst Gedeihstörungen, psychische Veränderungen oder unspezifische Bauchschmerzen darauf aufmerksam. Hier sind eine sorgfältige Urindiagnostik, körperliche Untersuchung und Ultraschall absolut notwendige Basisuntersuchungen. Eventuell schließen sich weiterführende Untersuchungen oder eine gezielte Antibiotikatherapie an.

Beim kindlichen Leistenbruch handelt es sich um einen angeborenen Leistenbruch, der sich meist durch eine Vorwölbung im Leistenbereich bemerkbar macht. Er muss – problemlos auch schon im Säuglingsalter – operiert werden.

Liegt ein Hoden dauerhaft nicht im Hodensack, so muß bis zum ersten Lebensjahr eine Therapie erfolgen. Meist ist eine operative Therapie nötig.
Davon abzugrenzen ist ein Pendelhoden. Dieser liegt mal im Hodensack und mal in der Leiste.
Zur genauen Abgrenzung ist eine urologische Vorstellung sinnvoll.

Unter Phimose versteht man eine häufig angeborene Enge der Vorhaut, so dass diese nicht mehr ganz zurückgezogen werden kann. Dadurch können Entzündungen und andere Komplikationen entstehen. Zunächst erfolgt eine konservative medikamentöse Therapie. Ob und wann eine operative Therapie (die Beschneidung) in Frage kommt, sollte im Einzelfall der Urologe entscheiden. Wir führen die Beschneidung ambulant sowohl radikal als auch eichelbedeckend routinemäßig durch.

Ist eine akute Stieldrehung von Hoden und Nebenhoden mit Unterbrechung der Blutzirkulation des Hodens. Die Hodentorsion führt meist zu plötzlich auftretenden starken Hodenschmerzen (oft nächtlicher Beginn) mit Schwellung des betroffenen Hodens. Dies kommt bei Kindern und Jugendlichen vor und ist bei Erwachsenen seltener.
Die Hodentorsion ist ein NOTFALL, da schon nach vier bis sechs Stunden bleibende Hodenschäden auftreten können.
Durch eine schnelle Operation mit „Zurückdrehen“ des Hodens kann der Hoden ggf. gerettet werden.
Hier ist eine sofortige urologische Vorstellung notwendig!